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Wir, die Frauen vom Land. Sagen NEIN zur Trinkwasser-Initiative.

Wir, die Frauen vom Land, vertrauen auf unser bestens kontrolliertes Trinkwasser, welches wir direkt vom Wasserhahn trinken können! Unser Trinkwasser ist von hoher Qualität.

Darum sagen wir NEIN zu dieser angstmachenden Trinkwasser-Initiative!

Unser Trinkwasser ist von hoher Qualität. Kaum ein Land auf der Welt kennt diesen Luxus. Trotzdem können unerwünschte Stoffe aus Medizin, Wirtschaft, Verkehr, Privathaushalten und der Landwirtschaft gefunden werden. Daher können wir in die Kontrollen unseres Trinkwassers vertrauen. Tatsache ist, dass bei Pflanzenschutzmitteln der Grenzwert für Beanstandungen sehr tief angesetzt ist. Für andere Rückstände, die sich zahlreich im Grundwasser finden, wie Medikamente oder Industriechemikalien, gelten aktuell überhaupt keine Anforderungswerte.


Wir, die Frauen vom Land, machen uns Sorgen, dass mit mehr Importen die weltweite Umweltbelastung vergrössert wird. Wir sind überzeugt, dass die Trinkwasser-Initiative keine Probleme löst, sondern diese ins Ausland verlagert.

Darum sagen wir
NEIN zu dieser umweltbelastenden Trinkwasser-Initiative!

Die Umweltbelastung von importierten Lebensmitteln ist bereits heute grösser als diejenige von einheimischer Produktion. Mit der Annahme der Initiative werden Importe gefördert und die weltweite Umweltbelastung wird weiter ansteigen. Eine solche Politik ist nicht nachhaltig. Die Trinkwasserinitiative vergrössert unseren ökologischen Fussabdruck!


Bild: SBLV

Wir, die Bäuerinnen, kennen die Anliegen der Initianten. Deshalb setzen wir uns seit langem für die ökologische Landwirtschaft und sauberes Trinkwasser ein. Unsere umweltschonenden Massnahmen werden mit der Agrarpolitik ergänzt und verstärkt.

Darum sagen wir
NEIN zu dieser unnötigen Trinkwasser-Initiative!

Mit dem bereits laufenden nationalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel werden Rückstände aus der Landwirtschaft in Trinkwasser und Gewässern laufend weiter reduziert. Wir Bauern und Bäuerinnen nehmen unsere Verantwortung wahr. Seit der Einführung der Direktzahlungen werden umweltschonende Massnahmen gefordert und gefördert.


Wir, die Frauen vom Land, wissen, dein Einkaufszettel ist dein Stimmzettel! Mit deinem Einkauf bestimmst du jeden Tag, welche Landwirtschaft du in der Schweiz haben willst. Wir haben es jetzt schon in der Hand.

Darum sagen wir NEIN zu dieser bevormundenden Trinkwasser-Initiative!

Mit dem Kauf und Konsum von Schweizer Nahrungsmitteln bestimmen Konsumentinnen und Konsumenten die Produktionsbedingungen und die Nachfrage selber mit. Je bewusster der Konsum unter anderem von einheimischen Lebensmitteln, desto kleiner wird unser ökologischer Fussabdruck. Wir Schweizer Bäuerinnen und Bauern passen uns der gewünschten Nachfrage nach Lebensmitteln an.


Wir, die Bäuerinnen,wünschen uns eine gute Zukunft für unsere Kinder und die Betriebsnachfolger*innen. Auch zukünftige Bauernfamilien sollen weiterhin von der Nahrungsmittelproduktion leben können. Die Trinkwasser-Initiative betrifft alle Landwirtschaftsbetriebe.

Darum sagen wir NEIN zu dieser existenzbedrohenden Trinkwasser-Initiative!

Die Initiative ist unklar, denn sie hat alle Pestizide im Fokus. Weder Pflanzenschutzmittel mit synthetischem noch natürlichem Ursprung dürften dann weiter benutzt werden. Damit wäre die gesamte Landwirtschaft betroffen, auch der Biolandbau.
Bereits heute sind die Produktionsbedingungen in der Schweiz viel strenger als in den meisten Ländern, aus welchen wir Lebensmittel importieren. Mit der Initiative werden den Schweizer Betrieben noch mehr Steine in den Weg gelegt, welche für die ausländische Konkurrenz nicht gelten. Diese Wettbewerbsverzerrung erhöht die umweltbelastenden Importe und die existenziellen Ängste in der Schweizer Landwirtschaft.


Bild: landwirtschaft.ch

Wir, die Frauen vom Land, sind überzeugt, dass mit der Trinkwasser-Initiative die Umweltprobleme  nicht gelöst werden, sondern sich noch verschärfen können!

Darum sagen wir NEIN zu dieser kontraproduktiven Trinkwasser-Initiative!

Die Gefahr besteht, dass Landwirtschaftsbetriebe mit Spezialkulturen (z.B. Obst, Gemüse) oder Veredelungsbetriebe ganz auf Direktzahlungen verzichten. Folglich werden sie den ökologischen Leistungsnachweis nicht mehr erfüllen. Damit wird das Ziel der Initiative nicht erreicht.


Wir, die Bäuerinnen, sind am Puls der Natur. Wir entwickeln uns Tag für Tag weiter und beziehen neueste Erkenntnisse in unsere Arbeit ein. Wir wollen unsere natürliche Ressourcen schützen und weiterhin gesunde Lebensmittel produzieren. Ohne unverhältnismässigen und fehlgeleiteten Zwang einer TWI.

Darum sagen wir NEIN zu dieser schädlichen und unnötigen Trinkwasser-Initiative!

Unsere Bäuerinnen und Bauern sind gut ausgebildet. Sie bilden sich laufend weiter. Sowohl der Antibiotikaverbrauch  wie  auch  der  Verbrauch  von  Pflanzenschutzmitteln  sinkt  stetig.  Pflanzen-schutzmittel und Antibiotika werden massvoll und zielgerichtet eingesetzt. Es werden immer mehr alternative  Methoden  angewendet,  wie  Homöopathie,  biologische  Mittel,  die  Ansiedlung  von  Nützlingen, mechanische Unkrautbekämpfung oder den Einsatz von resistenten Pflanzensorten. Und die Entwicklung geht weiter. Wir sind und bleiben dran!


Wir, die Bäuerinnen und Bauern, produzieren Super-Food in deiner Region!

Darum sagen wir NEIN zu dieser unnötigen Trinkwasser-Initiative!

Die Bäuerinnen und Bauern haben die Zeichen der Zeit erkannt: Quinoa, Gojjbeeren, Aroniabeeren, Soja, all diese Produkte gibt es auch aus einheimischer Landwirtschaft. Das Bedürfnis nach neuen, trendigen  Nahrungsmitteln  ist  besonders  bei  der  jungen  Bevölkerung  sehr  hoch.  Schweizer  Bäuerinnen und Bauern bauen bereits jetzt, nach den strengen gesetzlichen Anforderungen der Schweiz, die gefragten, dem Zeitgeist entsprechenden Produkte an. Dazu braucht es die Trink-wasserinitiative nicht!


Bild: SBLV

Wir, die Frauen vom Land, haben Angst, dass die Lebensmittel, die wir hier nicht mehr produzieren können, zukünftig vom Ausland importiert werden. Diese Nahrungsmittel werden oft nicht nach hohem Schweizer Standard produziert.

Darum sagen wir NEIN zu dieser importfördernden Trinkwasser-Initiative!

Die Schweizer Bevölkerung erwartet weiterhin ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Angebot an Produkten im Verkaufsregal. Darum müssen mehr Produkte importiert werden, wenn wir diese in der Schweiz nicht mehr produzieren können. Wir als Konsumentinnen möchten nicht noch mehr Produkte aus einer ethisch und ökologisch fragwürdigen Produktion, wie sie in verschiedenen Ländern der Welt praktiziert wird. Ein grosses Angebot von lokalen und qualitativ hochstehenden Produkten, welche durch eine nachhaltig ausgerichtete Landwirtschaft produziert werden, sind die Garanten für nachhaltige Lebensmittel zu einem fairen Preis.


Wir,  die  Frauen vom Land, wissen, dass unsere jungen Landwirt*innen und Bäuerinnen in den Berufs- und Weiterbildungsangeboten der Land- und Hauswirtschaft nach neuesten Erkenntnissen und zukunftsgerichtet ausgebildet werden.

Darum sagen wir aus Überzeugung NEIN zu dieser unnötigen Trinkwasser-Initiative!

Wie eine nachhaltige, ökologische und wirtschaftliche Land- und Hauswirtschaft funktioniert, wird an unseren Bildungszentren von ausgewiesenen Fachpersonen vermittelt. Gut ausgebildete Berufsleute nützen der ganzen  Gesellschaft. Sie stehen ein für eine fachgerecht geführte,  wirtschaftliche und ökologische Landwirtschaft.


Wir, die Bäuerinnen und Bauern, arbeiten jeden Tag daran, den Antibiotikaeinsatz bei unseren Tieren zur reduzieren. Mit Erfolg! Dieser konnte seit 2008 um 45% reduziert werden.

Darum sagen wir NEIN zu dieser überflüssen Trinkwasser-Initiative!

Seit 1997 werden keine antimikrobielle Leistungsförderer mehr ist in der Schweiz eingesetzt und der prophylaktische Antibiotikaeinsatz wurde in den letzten Jahren drastisch verschärft. Mit der nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) werden laufend weitere Massnahmen ergriffen, damit der Antibiotika-Einsatz reduziert werden kann. Die Bäuerinnen und Bauern tun viel dafür, dass ihre Nutztiere gesund sind, auch ohne Antibiotika!


Bild: SBLV

Wir, die Frauen vom Land, sind uns bewusst, dass die Schweiz ein Hochlohn-Land ist mit entsprechend hohen Produktionskosten. Das hohe Kostenumfeld in der Schweiz und die Liberalisierung des Agrarmarktes bedrohen die Existenz der einheimischen Landwirtschaftsbetriebe.

Darum sagen wir NEIN zur existenzbedrohenden und unfairen Trinkwasser-Initiative!

Die Trinkwasserinitiative stellt noch höhere Anforderungen an die Schweizer Landwirtschaft als bisher. Sie sieht aber gleichzeitig keine gleichwertigen Auflagen für die Importe von Lebensmitteln vor. Mit dieser Initiative würde die Differenz zwischen den Produktions- und Handelsfaktoren im In- und Ausland noch vergrössert. Diese Rechnung kann nicht aufgehen.


Wir, die Bäuerinnen und Bauern, sind verantwortungsbewusst und setzen auf einen angepassten und dosierten Schutz unserer Nutzpflanzen.

Darum sagen wir NEIN zu dieser existenzgefährdenden Trinkwasser-Initiative!

Mit einem angepassten, dosierten Schutz der natürlichen Grundlagen, wird eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion gewährleistet und sichert das notwendige Einkommen unserer Bauernfamilien. Eine Win-Win-Situation, die nicht durch die TWI zerstört werden darf. Damit Landwirtschaft in der Schweiz auch in Zukunft noch möglich ist und eine Existenzberechtigung hat.


Wir, die Bäuerinnen, wollen weiterhin Eier für die Selbstversorgung und unseren Hofladen produzieren können. Wir tragen mit der Haltung von Hühnern und anderen Kleintieren wesentlich zur Vielfältigkeit unserer Landwirtschaftsbetriebe bei.

Darum sagen wir mit Überzeugung NEIN zu dieser Trinkwasser-Initiative!

Viele Bäuerinnen halten für den Eigenbedarf und für den Direktverkauf Legehennen. Auch die Kinder hegen und pflegen ihre Ziegen, Schafe, Kaninchen oder Gänse. Mit der Annahme der Initiative ist dies aber nicht mehr möglich, denn die Trinkwasserinitiative schreibt vor, dass alle Tiere auf dem Hof ausschliesslich mit Futter, welches auf dem Hof produziert wird, gefüttert werden müssen.