Europäisches Treffen der Hirtinnen und Viehzüchterinnen in Madrid

Vom 27. bis 29. März 2026 wird Madrid zum Treffpunkt für Frauen aus ganz Europa, die tagtäglich Verantwortung für Weidetiere, Landschaften und Lebensmittelproduktion übernehmen. Dann findet dort erstmals das Europäische Treffen der Hirtinnen und Viehzüchterinnen mit extensiver Tierhaltung statt – ein internationales Ereignis mit Signalwirkung.
Organisiert wird das Treffen von Ganaderas en Red, einem Netzwerk von über 200 spanischen Hirtinnen und Viehzüchterinnen, mit Unterstützung der Fundación Entretantos. Ziel ist es, unterschiedliche europäische Perspektiven auf extensive Tierhaltung und Weidewirtschaft zusammenzuführen – mit einem klaren Fokus auf die Rolle der Frauen in diesem Sektor.
Das Treffen versteht sich nicht nur als Fachveranstaltung, sondern als Raum für Sichtbarkeit, Anerkennung und kollektiven Austausch. Frauen, die in offiziellen Berichten oft unsichtbar bleiben, erhalten hier eine Stimme. Sie teilen ihre Erfahrungen, Herausforderungen und ihr Wissen – und knüpfen europaweite Netzwerke der Solidarität und Zusammenarbeit.
Der Anlass steht im Kontext des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahres der Hirt:innen und Weiden. Damit wird die Bedeutung der extensiven Tierhaltung für Klima, Biodiversität und lebendige ländliche Räume unterstrichen. Angesichts von Klimakrise, Artenverlust und Abwanderung aus ländlichen Regionen gewinnt die nachhaltige Bewirtschaftung von Weideflächen zunehmend an Bedeutung – und Frauen stehen dabei an vorderster Front.
Zugleich dient das europäische Treffen als wichtige inhaltliche Vorbereitung für das internationales Treffen von Hirtinnen und Viehzüchterinnen, das im Frühjahr 2026 in Nepal stattfinden wird und Frauen aus allen Kontinenten zusammenbringt.








