News der PK 2026-3, Präsidentinnenkonferenz SBLV
Medienmitteilung SBLV | 04.11.2026
Heute hat die Präsidentinnenkonferenz des SBLV in Bern getagt. Hier lesen Sie die wichtigsten News:
Tätigkeitsprogramm 2027: gemeinsam.kompetent.engagiert
Auch 2027 führt der SBLV sein Engagement zur Stärkung der beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Bäuerinnen und Landfrauen konsequent weiter. Zu den Schwerpunkten gehören das Projekt zur Burnout-Prävention 2.0, die Mitwirkung bei der Ausarbeitung der Agrarpolitik 30+, die soziale Absicherung von Frauen in der Landwirtschaft sowie die Weiterentwicklung der höheren Berufsbildung. Im besonderen Fokus steht das Projekt «Mehr Frauen in die Politik». Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen 2027 will der SBLV damit die Sichtbarkeit von Kandidatinnen erhöhen, Frauen vernetzen und den Frauenanteil im Parlament sichern oder erhöhen. Daneben die Förderung von Kompetenzen rund um Ernährung und Hauswirtschaft sowie das Engagement für eine regionale und saisonale Ernährung und einen bewussten Konsum zentrale Aufgaben.
Webinar für Mitglieder: Burnout und Burnout-Prävention
Am Montag, 16. November 2026findet das kostenlose Webinar zum Thema Burnout und Burnout-Prävention statt – exklusiv für Mitglieder des SBLV und des Dachverbands Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen. Die Themen: Burnout frühzeitig erkennen, Präventions-Möglichkeiten und Hilfsangebote kennen. Das Webinar findet online auf Deutsch mit französischer Verdolmetschung statt.
Webinar Burnout und Burnout-Prävention
Webinar für Mitglieder: Was tut eigentlich der SBLV – und was bringt mir das?
Welche Aufgaben übernimmt der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband und welchen Mehrwert bietet dies seinen Mitgliedern? In einem kostenlosen Webinar am 26. November 2026 gibt der Verband seinen Mitgliedern einen vertieften Einblick in seine vielfältigen Tätigkeiten, sein Engagement und die Angebote und Vorteile für Mitglieder. Webinar Mitgliedervorteile
Jetzt Umfrage ausfüllen: Belastung in der Schweizer Landwirtschaft
Die Themen Burnout und Burnout-Prävention in der Schweizer Landwirtschaft sind bisher wenig erforscht. In Zusammenarbeit mit der FH OST hat der SBLV deshalb eine schweizweite Umfrage lanciert, um Ursachen und Belastungen besser zu verstehen sowie Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln. Über 1’000 Personen haben den Fragebogen bereits ausgefüllt. Herzlichen Dank dafür. Je mehr teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Deshalb freuen wir uns über weitere Teilnahmen und über das Teilen der Umfrage. Die Umfrage richtet sich sowohl an Frauen als auch an Männer und kann bis Ende 2026 ausgefüllt werden. Zur Umfrage
Vernehmlassung AP30+: SBLV setzt sich für die Rechte der Bäuerinnen ein
Im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 30+ setzt sich der SBLV insbesondere für die Rechte und Anerkennung aller Frauen in der Landwirtschaft ein. Er begrüsst die ausdrückliche Erwähnung der Bäuerin mit Fachausweis als Berechtigte für Direktzahlungen. Er lehnt hingegen die Abschaffung der Möglichkeit ab, wonach Ehepartner:innen auch ohne entsprechende Ausbildung den Betrieb bei der Pensionierung des Bewirtschafters oder der Bewirtschafterin übernehmen können. Diese soziale Massnahme muss beibehalten und im Gesetz verankert werden. Die Bestimmung, dass Erbberechtigte – einschliesslich Ehepartner:innen – den Betrieb beim Tod des Bewirtschaftenden übernehmen können, wird bestehen bleiben. Dies begrüsst der SBLV. Allerdings fordern wir, dass diese Massnahme auch im Gesetz verankert wird und dass die Frist zur Erfüllung der Ausbildungsvoraussetzungen von drei auf sechs Jahre verlängert wird, um den Ehepartner:innen die nötige Flexibilität zu geben, berufliche und familiäre Herausforderungen unter einen Hut zu bringen. Zudem lehnt der SBLV die Anhebung der SAK-Schwelle für die Direktzahlungen und einzelbetriebliche Massnahmen bei den Strukturverbesserungen ab.
Parolenfassungen: Abstimmungen 29. November 2026
Für die nächste eidg. Abstimmung hat die Präsidentinnenkonferenz drei Parolen gefasst und empfiehlt zur Abstimmung:
Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk»: Stimmfreigabe
Die Initiative fordert ein Verbot des Verkaufs und der Verwendung von lärmerzeugenden Feuerwerkskörpern, wobei Ausnahmen für Anlässe von überregionaler Bedeutung möglich bleiben sollen. Sie zielt insbesondere darauf ab, das Tierwohl und das Wohlbefinden empfindlicher Menschen zu schützen. Die Kantone und Gemeinden können bereits Einschränkungen oder Verbote vorsehen. Der Bundesrat und das Parlament empfehlen, die Initiative abzulehnen. Der SBLV hat Verständnis für das mit der Initiative verfolgte Ziel und stellt fest, dass bereits eine Regelung besteht. Sie appelliert zudem an die Eigenverantwortung. Der SBLV hat deshalb zur Vorlage Stimmfreigabe beschlossen.
Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, Bundesbeschluss vom 19.06.2026: JA
MMit der Erhöhung der Mehrwertsteuer soll ein Teil der 13. AHV-Rente finanziert werden, die im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird. Ohne zusätzliche Einnahmen gerät die AHV finanziell zunehmend in Schieflage, da das Defizit rasch ansteigt. Bundesrat und Parlament empfehlen deshalb, die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte anzunehmen. Die AHV ist eine zentrale Säule der sozialen Sicherheit in der Schweiz und insbesondere für Frauen und die Landwirtschaft von grosser Bedeutung. Der SBLV hat deshalb die Ja-Parole beschlossen. Die Stabilisierung der Finanzierung der AHV ist dem Verband ein zentrales Anliegen.
Initiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare — Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen! »: Stimmfreigabe
Die Initiative will in der Verfassung festschreiben, dass die Einkommen von Ehepaaren in der Steuererklärung weiterhin zusammengerechnet werden und Ehepaare gegenüber unverheirateten Personen steuerlich nicht benachteiligt sind. Sie betrifft ausschliesslich die direkte Bundessteuer; die konkrete Umsetzung bliebe dem Parlament überlassen. Mögliche Modelle sind verschiedene Formen des Splittings oder die sogenannte alternative Steuerberechnung. Daraus würden Steuerausfälle resultieren. Im März 2026 hat das Volk die Individualbesteuerung, mit der die Benachteiligung der Ehe abgeschafft wird, mit grosser Mehrheit angenommen. Als Dachverband der Frauen im ländlichen Raum vertritt der SBLV die Interessen von Frauen, deren persönliche und berufliche Situation sehr unterschiedlich sein kann. Wie bei der Individualbesteuerung lässt der SBLV daher auch bei dieser Initiative die Wahlfreiheit und berücksichtigt damit die unterschiedlichen persönlichen und familiären Situationen seiner Mitglieder.
Fachausweisübergabe in der Westschweiz
Am 27. November 2026 werden in der Westschweiz die eidg. Fachausweise und Diplome der höheren landwirtschaftlichen Berufsbildung verliehen. Dabei erhalten 15 Bäuerinnen den Fachausweis und eine Bäuerin das Diplom. Der SBLV gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Abschluss.
UNO-Jahr 2026 der Bäuerinnen und Landwirtinnen
Die SBLV-Kampagne im Rahmen des UNO-Jahrs 2026 hat Bäuerinnen und Landwirtinnen mit Porträts, Medienberichten und Begegnungen sichtbar gemacht und ihre vielfältigen Leistungen ins Zentrum gerückt. Als federführender Verband für die Frauen in der Landwirtschaft hat der SBLV das Thema während des ganzen Jahres begleitet, Frauen porträtiert und für die Anerkennung ihrer Arbeit sensibilisiert. Die Kampagne hat nicht nur die öffentliche Wahrnehmung gestärkt, sondern auch den Frauen selbst ihre vielfältigen Aufgaben und Kompetenzen bewusster gemacht. Sie hat gezeigt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und eine starke Vernetzung sind. Nun gilt es, den Schwung des UNO-Jahrs zu nutzen, das gestärkte Selbstbewusstsein sowie die gewonnene Aufmerksamkeit in die weitere Arbeit für die Anliegen der Frauen in der Landwirtschaft mitzunehmen.
zur Website UNO-Jahr 2026 der Bäuerinnen & Landwirtinnen
Die Sonderausstellung «Frauen in der Landwirtschaft: gestern – heute – morgen» im Ballenberg wird verlängert
Die Sonderausstellung «Frauen in der Landwirtschaft: gestern – heute – morgen» wird um eine Saison verlängert und ist auch 2027 im Freilichtmuseum Ballenberg zu sehen! Damit bleiben die Geschichten und Leistungen der Frauen in der Schweizer Landwirtschaft auch im kommenden Jahr sichtbar. Wer die Ausstellung noch nicht besucht hat, hat in der nächsten Saison erneut Gelegenheit, diese zu entdecken.













