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News der PK 2025-3, Präsidentinnenkonferenz SBLV

Medienmitteilung SBLV | 05.11.2025

Heute hat die Präsidentinnenkonferenz des SBLV in Bern getagt. Hier lesen Sie die wichtigsten News:

Budget und Tätigkeitprogramm 2026 genehmigt
Die Präsidentinnen der Mitgliedorganisationen haben das Budget 2026 genehmigt. Es basiert auf dem Tätigkeitprogramm, welches bereits an der PK 2025-2 verabschiedet wurde. Beim vielseitigen, der SBLV-Vision entsprechenden Tätigkeitsprogramm, stehen unter anderem folgende Projekte im Fokus:

  • zum internationalen «UNO-Jahr der Bäuerinnen und Landwirtinnen 2026», portraitieren wir Bäuerinnen und Landwirtinnen, um die Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft ins Bewusstsein zu rücken und Vorbilder sichtbar zu machen.
  • in Zusammenarbeit mit der «LandLiebe» wird ein neues Landfrauen-Kochbuch lanciert, um Konsument:innen von den Vorteilen einer regionalen und saisonalen Ernährung sowie von einem bewussten Konsum zu begeistern.
  • für die Mitglieder der Westschweiz wird der SBLV-Lehrgang «Wir gestalten die Zukunft in Gremien, kompetent, engagiert und vernetzt» durchgeführt. Ziel der Weiterbildung ist, Frauen zu motivieren und zu stärken – für öffentliche Auftritte, Engagements in Gremien, Organisationen und in der Politik.
  • mit der FH OST erarbeiten wir das Projekt Burnout-Prävention 2.0, um das Beratungsnetzwerk zu professionalisieren und die Aus- und Weiterbildung von Sentinels, Peer-Berater:innen und weiteren Beratungsgruppen weiterzuentwickeln.

UNO-Jahr 2026 der Bäuerinnen und Landwirtinnen:
Frauen der Landwirtschaft im Fokus – gestern, heute und morgen

Der SBLV porträtiert zum UNO-Jahr 2026 der Bäuerinnen und Landwirtinnen verschiedene Frauen aus der Landwirtschaft. Die Vielfalt ihrer Persönlichkeiten und Tätigkeiten zeigt, wie facettenreich und engagiert Frauen in diesem Berufsfeld wirken, was sie für die Landwirtschaft leisten und wie sie Vorbildrollen übernehmen. Auf Social Media, der Website des SBLV, im Newsletter, in ausgewählten Zeitungen wie auch in der Ausstellung im Freilichtmuseum Ballenberg verleihen sie der Landwirtschaft ein Gesicht – weiblich, authentisch und inspirierend. Der SBLV freut sich sehr, Kooperationspartner der vom LID konzipierten Ausstellung «Frauen in der Landwirtschaft: gestern – heute – morgen» im Freilichtmuseum Ballenberg zu sein. Das Freilichtmuseum stellt für dieses wichtige Thema während einer Ballenbergsaison die Ausstellungsfläche im Haus von Ostermundigen zur Verfügung.

Ein modernisiertes bäuerliches Bodenrecht mit Stärkung der Rechte von Frauen
Der Bundesrat modernisiert das seit dreissig Jahren bestehende bäuerliche Bodenrecht und stärkt mit drei zentralen Änderungen die Stellung der Ehepartner:innen, insbesondere der Frauen. Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband SBLV begrüsst diese Revision und ruft das Parlament zur Unterstützung auf. Diese Änderungsvorschläge sowie die Änderung des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft und die neuen Bedingungen für die Gewährung individueller Strukturverbesserungen (gemeinsame Beratung und Vergütung), die Ende September vom Parlament verabschiedet wurden, bilden eine Palette verschiedener Massnahmen, die die Stellung der Ehepartner:innen verbessern und die negativen Folgen der Auflösung des Güterstands, insbesondere im Falle einer Scheidung, verringern können. Das grosse Engagement des SBLV hat wesentlich zu diesen Verbesserungen beigetragen. Weitere Infos auf unserer Website landfrauen.ch

Projekt «Burnout-Prävention in der Landwirtschaft» geht in die nächste Phase – Projekt 2.0 startet schweizweit
Das Projekt «Burnout-Prävention in der Landwirtschaft 2.0» der OST und des SBLV, gefördert durch das Bundesamt für Landwirtschaft BLW, baut die erfolgreiche Präventionsarbeit aus dem ersten Projekt (2021–2023) landesweit aus. Ziel ist der Aufbau eines professionellen Beratungsnetzwerks, das Bäuerinnen, Landwirt:innen und ihre Familien unterstützt. Im September hat die FH OST gemeinsam mit dem SBLV als Projektpartner das Projekt gestartet, das bis 2028 dauern wird. Der SBLV wird auf dem Laufenden halten. Weitere Infos über das Projekt «Burnout-Prävention in der Landwirtschaft» auf unserer Website

Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)»
Die Präsidentinnenkonferenz des SBLV empfiehlt einstimmig, die Ernährungsinitiative abzulehnen. Auch wenn ihr Titel ein verlockendes Ziel suggeriert, zielt sie doch darauf ab, innerhalb unrealistischer Zeit einen hohen Selbstversorgungsgrad zu erreichen. Das einzige Mittel, um dies zu erreichen, wäre, die Bevölkerung zu einer drastischen Umstellung ihrer Ernährung zu zwingen. Das ist utopisch. Eine ähnliche Initiative wurde zudem vor drei Jahren an der Urne klar abgelehnt. Ausserdem laufen derzeit zahlreiche Projekte, um das Agrar- und Ernährungssystem noch nachhaltiger zu gestalten.

Berufsprüfung Bäuerin mit Fachausweis / Bäuerlicher Haushaltleiter mit Fachausweis
Herbst 2025 / Frühling 2026

50 Expert: innen prüften die 96 Kandidat:innen während 5 Tagen am Inforama Rütti BE. Die Resultate werden Ende November versandt. Für die Schlussprüfung im Frühling 2026 am Strickhof sind knapp 200 Anmeldungen eingegangen.

Überarbeitung Höhere Berufsprüfung HBB
Am ersten Workshop für den Beruf Bäuerin haben 19 Frauen und ein Mann – Bäuerinnen, Landwirt:innen, Schulleiterinnen und Lehrpersonen – aus der ganzen Deutsch- und Westschweiz engagiert über die alltäglichen Handlungen einer Bäuerin diskutiert. Diese Handlungen ergeben zusammen mit den passenden Verben die Handlungskompetenzen (z.B. Ernährung situations- und bedürfnisgerecht planen). Der erste Entwurf wird nun von der pädagogischen Begleitung b-werk bildung gmbh aufbereitet, sodass er am zweiten Workshop besprochen und finalisiert werden kann.

AP2030+
Der SBLV ist am Gestaltungsprozess der künftigen Agrarpolitik AP2030+ beteiligt. Er hat zu jedem Schritt des Prozesses Stellung genommen und zu verschiedenen Themen Anmerkungen und Forderungen eingereicht. Bereits im Frühjahr hat er zudem seine Vision AP2030+ mit spezifischen Forderungen und Zielen für Frauen in der Landwirtschaft und Bauernfamilien vorgelegt. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat in den überarbeiteten Dokumenten für die 5. Begleitgruppensitzung der Agrarpolitik 2030+ zahlreiche Vorschläge der Begleitgruppe berücksichtigt. Zusammen mit anderen Organisationen hat der SBLV erneut bemängelt, dass die wirtschaftlichen und sozialen Perspektiven immer noch zu wenig klar ersichtlich sind. Der SBLV wird sich weiterhin einsetzen, um Verbesserungen für die Frauen in der Landwirtschaft und die Bauernfamilien zu erreichen.

Kochbuch
Anfangs Oktober fand das abschliessende Shooting für das neue Landfrauen-Kochbuch statt. Dabei wurde die zweite Serie der Gerichte gekocht, gestylt und fotografiert. Die Kommission Ernährung & Hauswirtschaft setzt sich mit dem Kochbuch und seinen Rezepten für den bewussten Konsum saisonaler und regionaler Produkte ein. Das Kochbuch wird ab Februar 2026 erhältlich sein. Einige Einblicke in die Shootings sind auf der Webseite landfrauen.ch zu finden.

Aktuelles


14.09.2026

Webinar zur Finanzierung der 13. AHV-Rente

Save the Date: Am Dienstag, 27. Oktober 2026, 18.30 – 20.00 h findet das Webinar zur Finanzierung der 13. AHV-Rente statt.
Erhalte Hintergrundinfos und bilde dir deine Meinung zur Finanzierung der 13. AHV-Rente.
Jetzt vormerken!
Weitere Infos folgen.


14.09.2026

Webinar: Burnout und Burnout-Prävention

Am Montag, 16. November 2026 findet das praxisnahe Webinar exklusiv für Mitglieder des SBLV und der SGF statt.
Themen: Burnout frühzeitig erkennen, Präventions-Möglichkeiten und Hilfsangebote kennen.
Jetzt anmelden!


11.09.2026

Von Schmerz zu neuer Hoffnung

Was einer Bäuerin nach dem Verlust ihres Sohnes durch einen Forstunfall Halt gibt.
Lies hier den Artikel unserer Autorin Lotti Hunziker in der BauernZeitung vom 31.08.2026.


11.09.2026

Die Sennerin auf der Alp Larein

Frühes Aufstehen, lange Tage und viel Verantwortung: Für Marlies Thöny ist das kein Verzicht, sondern Erfüllung. Als Sennerin auf der Alp Larein im Prättigau lebt sie eine Arbeit, die Körper und Herz fordert und genau darin findet sie ihren Sinn.
Lies hier den Artikel unserer Autorin Lotti Hunziker in der UFA-Revue 09/2026.


07.09.2026

Vier-Ländertreffen der Bäuerinnen- und Landfrauenverbände 2026

Die deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenorganisationen fordern zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft 2026 mehr finanzielle Unabhängigkeit, gleichberechtigten Zugang zu Finanzierung und Fördermitteln sowie bessere Absicherung für Frauen in der Landwirtschaft.


30.08.2026

Eine Schweiz ohne Kühe, in der unser Speiseplan vom Staat vorgegeben wird?

Die Initiative will die Ernährungssicherheit stärken, könnte mit unrealistischen Vorgaben aber Landwirtschaft, Böden und Biodiversität schwächen.


30.08.2026

Beeren

Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) verfasst monatlich für die Schweizer Familie «Tipps & Tricks der Landfrauen».

In dieser Ausgabe der Schweizer Familie drehen sich alle Tipps & Tricks rund um «Beeren»


24.08.2026

Hilfe infolge Trockenheit

Das Jahr ist für die Bauernfamilien auf Grund der anhaltenden Trockenheit aussergewöhnlich schwierig.
Die Bucher-Gossweiler-Stiftung unterstützt existenzbedrohte Härtefälle in Folge der Trockenheit.


21.08.2026

Superfood made in Switzerland

Hast du gewusst, dass es zu vielen exotischen Superfood-Produkten einheimische Alternativen gibt, die mindestens genauso gesund sind?
Lies den Artikel unserer Autorin Trudi Berchtold im SchweizerBauer vom 19. August 2026


14.08.2026

Food Overshoot Day – Wir leben auf Kosten anderer

Seit dem 13. Juli ernährt sich die Schweiz statistisch gesehen auf Kosten anderer Länder – früher als je zuvor. Der sogenannte Schweizer Food Overshoot Day markiert den Zeitpunkt, ab dem die in der Schweiz konsumierten Lebensmittel rechnerisch nicht mehr aus der heimischen Produktion stammen.


01.06.2026

Umfrage zur Belastung in der Schweizer Landwirtschaft

Burnout und psychische Belastungen sind in der Schweizer Landwirtschaft weit verbreitet – doch bisher wenig erforscht. Mit unserer schweizweiten Umfrage möchten wir Belastungen besser verstehen und passende Unterstützungsangebote stärken. Danke fürs Mitmachen und Teilen!

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